Hintzen Buchhandlung – Seit 1925

Anfang 1925 eröffnen Hubert und Paula Hintzen – frisch verheiratet – mitten in Kleve ihre Buchhandlung. Das Geschäft wird 1933 von den Nationalsozialisten geplündert, viele Bücher beschlagnahmt. Paul Hintzen wird wegen seiner inzwischen 10 Kinder nicht zum Kriegsdienst eingezogen. Den Bombenangriff 1944 übersteht nur der Gewölbekeller – und der hier eingelagerte Warenbestand. Nach Kriegsende wird im Wohnhaus der Familie an der Tiergartenstraße ein Buchverleih/-verkauf eingerichtet. Die Söhne Paul und Josef beginnen ihre Buchhändlerlehre im elterlichen Betrieb. Schon 1949 wird auf der Großen Straße neu eröffnet, ab 1950 baut Paul Hintzen seine Geschäftsbeziehungen in die Niederlande auf.

1951 eröffnet Hintzen ein zweites Geschäft auf der Hagschen Straße. Auch die Töchter Magdalene, Agnes und Hildegard werden im elterlichen Betrieb ausgebildet. Sohn Otto übernimmt 1960 die Leitung des Bürobedarfs. – Der Firmengründer stirbt 1964. Nun führt Paula mit den drei Söhnen die Buchhandlung weiter. Nach Paulas Tod führen die Söhne die Geschäfte. 1978 werden die Geschäftsräume der Hagschen Straße erweitert. Auf Josef und Paul Hintzen folgt 1995 mit dessen Sohn Matthias die dritte Generation im Familienbetrieb. 2003 wird modernisiert, umgezogen und vergrößert, 2005 wieder verkleinert. Konzentriert auf einen Standort steuert die Buchhandlung heute auf ruhigem Kurs durch die Untiefen des gegenwärtigen Buchgeschäftes. Die Buchhandlung Hintzen ist heute das literarische Wohnzimmer von Kleve. Sie liegt mitten in der Stadt und führt ein liebevoll ausgewähltes Vollsortiment mit Antiquariat und einer exquisiten Auswahl an CDs

Mehr lesen: Teil 3 der „Klever Schätze“ – NRZ 04.12.2012: Beim Buchhandel Hintzen trifft Weltliteratur auf Regionales

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